Wetterweltreise – Die Route

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Wetterweltreise Route

Grob gesagt geht unsere Route von Deutschland aus über Indien und Singapur nach Indonesien und von dort weiter nach Neuseeland. Dann stehen Chile und Argentinien und zum Schluss die Ilha Grande in Brasilien auf dem Plan. Unsere Reise startet am 1. Dezember 2019, zurück sein werden wir Mitte April.

Die nassesten Orte der Erde

Los geht es am 1. Dezember bei uns zu Hause im Mittelrheintal über Brüssel und London nach Delhi. Von dort reisen wir dann direkt weiter nach Guwahati im Nordosten Indiens. Das wird aufgrund der langen Anreise und des Kulturschocks (den wir sicher haben werden) aus heutiger Sicht die größte Herausforderung. Von Guwahati geht es dann mit dem Mietwagen weiter nach Cherapunjee und Mawsynram, die nassesten Orte der Erde. In Cherapunjee wurde 1860/1861 mit 26470 Litern pro Quadratmeter der bisher höchste Jahresniederschlag registriert. Das benachbarte Mawsynram hält mit 11872 Litern pro Quadratmeter den Rekord für den höchsten durchschnittlichen Jahresniederschlag. Der Dezember ist allerdings der trockenste Monat des Jahres. Die Gegend unmittelbar nördlich von Bangladesch ist landschaftlich auch aufgrund des vielen Regens besonders reizvoll.

Ringförmige Sonnenfinsternis

Weiter geht es Mitte Dezember in den Bundesstaat Kerala im Südwesten Indiens. Dort verbringen wir Weihnachten und möchten am 26. Dezember eine ringförmige Sonnenfinsternis erleben. Dabei schiebt sich der Mond, wie bei einer totalen Sonnenfinsternis vor die Sonne. Der Mond ist jedoch besonders weit von uns entfernt und kann aufgrund seiner großen Entfernung die Sonne nicht komplett verdecken. Der äußere Rand der Sonne ist dann als feuriger Ring sichtbar. Nach Weihnachten geht es mit der Bahn nach Chennai und von dort mit dem Flieger weiter nach Singapur.

In Singapur legen wir nur einen kurzen dreitägigen Zwischenstopp ein, um Silvester zu feiern. Nach einigen Wochen auf dem Land ist die Großstadt bestimmt ein toller Kontrast. Von dort fliegen wir weiter nach Lombok in Indonesien.

Lombok - tropische Gewitter

Lombok ist die Nachbarinsel von Bali. Wir sind im Januar zur Regenzeit dort, dann gewittert es vor allem am Nachmittag häufiger. Für uns sind tropische Gewitter mit den hochreichenden Wolkentürmen sehr faszinierend.  Wir hoffen, dass die Kinder vorher am Strand und beim Schnorcheln ihren Spaß finden. Auch das Landesinnere ist reizvoll: Mit dem 3726 Meter Vulkan Rinjani thront der zweitgrößte Vulkan Indonesiens über der Insel.

Sumbawa - Vulkan Tambora

Sumbawa ist die Nachbarinsel von Lombok. Dort befindet sich der Vulkan Tambora, dessen Ausbruch im Jahre 1815 die größte Eruption seit mehr als 22000 Jahren war. Die Aerosole verteilten sich damals auf der ganzen Welt und brachten im Nordosten Amerikas sowie im Westen und Süden Europas das Jahr ohne Sommer. Heute kann man den Kraterrand besteigen und die sechs Kilometer breite Caldera bestaunen. Da wir in der Regenzeit vor Ort sind, müssen wir auf etwas Glück mit dem Wetter hoffen, um die volle Sicht genießen zu können.

Neuseeland - Südinsel

Von Christchurch geht es zunächst zum Mount Cook National Park, wo wir unter anderem den Tasman-Gletscher besichtigen. Wir durchqueren nun die trockenste Region des Landes. Am Lake Wanaka vorbei fahren wir nur etwa 100 Kilometer Luftlinie entfernt an die Westküste und befinden uns schon in der nassesten Region Neuseelands. Hier fällt etwa 15 mal so viel Niederschlag wie auf der Ostseite des Gebirges. Dort wollen wir uns zwei weitere Gletscher, den Fox-Gletscher und den Franz-Josef-Gletscher, anschauen. Wir folgen der Küstenstraße nach Norden bis zum Abel Tasman Nationalpark. Danach geht es weiter nach Westen in die Marlborough Sounds, bevor wir mit der Fähre auf die Nordinsel übersetzen.

Neuseeland - Nordinsel

Auf der Nordinsel geht es von Wellington zum Lake Taupo. Hier wollen wir einige entspannende Tage verbringen. Abstecher haben wir in den Tongariro Nationalpark und in die vulkanisch aktiven Gebiete um Rotura geplant. Danach fliegen wir von Auckland weiter nach Chile.

Patagonien

Über Santiago di Chile geht es im März weiter in den Süden Chiles nach Punta Arenas. Von dort starten wir mit dem Mietwagen in den Nationalpark Torres del Paine. In Patagonien ist der Herbst wohl besonders reizvoll. Vor allem die vielen Seen, Berge und Gletscher faszinieren uns. Vom Nationalpark Torres del Paine reisen wir weiter über die nah gelegene Grenze nach Argentinien zum Perito Moreno Gletscher. Am Lago Argentino erhebt sich dessen Kalbungsfront über 50 Meter in die Höhe. Immer wieder krachen Eisberge von der Größe eines mehrstöckigen Hauses in den See und erzeugen gewaltige Flutwellen. Während die  Eismasse des  Perito Moreno Gletschers stabil bleibt, verlieren andere patagonische Gletscher aufgrund des Klimawandels deutlich an Masse.  

Atacama

Vom Süden Chiles geht es in die trockenste Wüste der Erde, die Atacama im Norden Chiles. Dort bereisen wir den trockensten Ort der Erde, Quillagua, und besichtigen die Nebelfänger der Atacama. Das sind Netze, mit denen aus Küstennebel Wasser gewonnen wird. Außerdem zieht es uns zu einem großen Radioteleskop-Observatorium: Evtl. besuchen wir noch das größte Lithium Abbaugebiet der Welt, in Zeiten von Elektromobilität sicherlich auch ganz interessant. Besonders freuen wir uns, wenn wir mit dem Camper ein paar Nächte in der Wüste verbringen und den dortigen Sternenhimmel genießen können.

Ilha Grande

Die nur 25 Kilometer vom Festland entfernt gelegene Insel gehört zum Bundesstaat Rio de Janeiro. Zum Schluss unserer Reise wollen hier einfach nur zwei Wochen den Strand genießen und durch den Regenwald wandern.

Unsere Route im Video: