Die Planung unserer Route

Warum wir uns für genau diese Route entschieden

Als wir unsere Planungen starteten, war uns schnell klar, dass wir auf jeden Fall zum nassesten und zum trockensten Ort der Erde wollten. Damit standen zwei Stationen unserer Reise von Anfang an fest: Cherrapunjee und Mawsynram im Nordosten Indiens und die Atacama-Wüste im Norden Chiles.

Wir entschieden uns auch recht schnell dazu, auf dem Weg von Indien nach Chile, einige Wochen in Neuseeland zu verbringen. Dort befindet sich unter anderem der längste Gletscher der mittleren Breiten. Außerdem wollten wir auch gerne noch einen Abstecher nach Patagonien machen, um uns die dortigen Gletscher anzuschauen.

Am heißesten Ort der Erde, dem Death Valley in Nordamerika waren wir bereits 2011, weswegen wir dort nicht noch einmal hin wollten. Den kältesten Ort, Omjakon in Russland, schlossen wir wegen der schwierigen Erreichbarkeit aus.

Gerne hätten wir auch den blitzreichsten Ort besucht, doch dieser liegt in Venezuela am Maracaibo-See. Wegen der aktuellen Sicherheitslage in Venezuela war dies aber leider keine realistische Option für uns.

Der Krater des Tambora
Die mächtige Caldera vom Tambora auf der Insel Sumbawa/Indonesien.

Auf halben Weg von Indien nach Neuseeland liegt der Tambora, ein Vulkan auf der Insel Sumbawa. Sein letzter großer Ausbruch führt 1816 zum „Jahr ohne Sommer“ in Mitteleuropa. Der Gedanke, diesen Vulkan zu besteigen, ließ uns nicht mehr los. Hier kommt jetzt also der Faktor Reisezeit ins Spiel.

Da die meisten unserer Reiseziele auf der Südhalbkugel liegen, war es naheliegend, im Sommer der Südhalbkugel zu reisen, es standen uns also etwa die Monate Dezember bis April zur Verfügung. Die Frage, ob wir nach Osten reisen und mit Indien starten oder nach Westen mit Chile starten, war auch schnell beantwortet, denn am 26. Dezember 2019 gibt es dort eine ringförmige Sonnenfinsternis, die wir auch gerne sehen würden.

Innerhalb des roten Pfades herrscht die maximale Sonnenfinsternis. An der indischen Westküste gibt es aufgrund des im Winter vom Land kommenden Windes gute Chancen auf wolkenfreien Himmel.

Es war also klar, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt in Südostasien befinden mussten und wir damit in Indien starten würden. Weiter nach Indonesien ginge es dann im Januar, wo allerdings dann Regenzeit herrscht, was die Besteigung des Tambora evtl. unmöglich machen könnte. Daher erwogen wir als Alternative den Pinatubo auf den Philippinen zu besuchen. Letztlich entschieden wir uns allerdings dazu, es mit dem Tambora zu versuchen. Tropische Gewitter zu erleben, hat für uns nämlich auch seinen Reiz.

So werden wir also von Indien Nach Singapur fliegen, dort Silvester verbringen und dann weiter nach Lombok fliegen. Dort werden wir dann schauen, ob das Wetter eine günstige Gelegenheit bietet, auf die Nachbarinsel Sumbawa zu fahren und den Tambora zu besteigen.

Ende Januar geht es dann weiter nach Neuseeland, Anfang März weiter nach Chile, zunächst nach Patagonien, dann in die Atacama. Zum Abschluss der Reise wollen wir in Brasilien noch zwei Wochen Strandurlaub machen, bevor es Mitte April wieder nach Hause geht.

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