Ankunft im Land, wo man herunterpurzeln kann

lake pukaki

Ein Bett, das nach frisch gewaschener Wäsche riecht. Ein heller, sauberer Raum mit großen Fenstern. Die Fenster sind gekippt und ein laues Lüftchen herein. Es ist ruhig. Wir  kuscheln in die Bettdecke und genießen jetzt schon Neuseeland.

Ich fand die Frage von Marisa so süß bei der Landung: „Warum fallen wir denn hier eigentlich nicht herunter?“ Eine solche Frage kann nur am anderen Ende der Welt aufkommen, nämlich in Neuseeland. Wir haben hier Temperaturen etwas über 20 Grad und die Sonne scheint. Zunächst fällt uns auf: Links und rechts der Straßen liegt kein Müll.

Wir wohnen in Christchurch auf der Südinsel bei einem Pärchen in der zweiten Etage und dürfen die Küche mitbenutzen. Es gibt einen Ofen und daher kochen wir auf Marisas Wunsch hin (endlich) Lasagne. Das Haus ist einfach gebaut, es ist aber alles sauber und hell und ein flauschiger Teppich bedeckt den Boden. Was für ein Vergleich zu den vergangenen Unterkünften, die alle dunkel waren und etwas modrig rochen. Aufgrund der Hitze waren die Fenster natürlich recht klein.

Die Wohnung war aufgeräumt, bevor wir angekommen sind. Hier der Blick aus dem Bett.

Hier ist es wie zu Hause: Hell, gemütlich und sauber (wobei letzteres für zu Hause nicht immer gilt😉 ). Die Kinder sind froh, dass es hier keine Mücken gibt, vor allem Marisa hat sich immer große Sorgen gemacht und sehr aufgepasst. Kurzum alle sind wir glücklich und zufrieden in unserer ersten Nacht in Neuseeland und schlafen wie ein Stein.

Am nächsten Morgen holen wir unseren Camper, einen Toyota Hiace, ab. Er ist zwar klein, aber durchdacht. Im Kofferraum befindet sich ein Kühlschrank mit zwei Herdplatten und etwas Lagerfläche für Essen. Über der Fahrerkabine sind zwei Schlafplätze. Unten gibt es einen Sitzbereich und nach wirklich kurzem Umbau hat man zwei weitere Schlafplätze. Die Kinder sind total begeistert und freuen sich noch mehr als wir einen Supermarkt besuchen. Hier gibt es alles, was es auch in Deutschland gibt.

Das Innenleben unseres Campers. Die Kinder schlafen oben.

Dann fahren wir los und suchen uns außerhalb von Christchurch den ersten Platz für eine Mittagspause. Wir sitzen an einem Golfplatz auf unseren Campingstühlen und essen Salat und Baguette. Ein wahrer Luxus.

Anschließend fahren wir knapp 1,5 Stunden zu unserem ersten Campingplatz am Mount Somers. Hier treffen wir ein deutsches Paar mit einem kleine Sohn. Sie sind schon mehr als einen Monat hierunterwegs und haben auch schon andere deutsche Familien mit schulpflichtigen Kindern getroffen. Die sind dann aber wohl ein Jahr auf Reisen und  lassen die Kinder das Jahr dann einfach wiederholen. Wir wollen das nicht und setzen uns hin, um Schulaufgaben zu erledigen.

Schulaufgaben und Arbeiten an unserem ersten Campingplatz am Mount Somers.

Am nächsten Tag  führt uns der Weg weiter den Lake Tekapo entlang zum Lake Pukaki. Zwischendurch müssen wir warten, weil eine Schafherde die Straße passiert. Neuseeland wie im Bilderbuch :-)Die Seen hier werden gespeist vom Gletscherwasser und schimmern türkisblau.

Der türkis leuchtende Lake Tekapo.

Am Lake Pukaki halten wir an einem kostenlosen Stellplatz. Hier sind wir nicht die einzigen Camper, aber alle stehen weit auseinander. Wir stellen uns direkt an den durch den Wind aufgewühlten See. Der Wind hat immer mehr zugenommen und weht den trockenen Boden durch die Gegend. Wir können nicht draußen sitzen und  der Camper wackelt bedrohlich hin und her.

Kräftiger Wind am Lake Tukapi.

Dennoch fühlen wir uns wohl und kuscheln uns abends in unsere gemütlichen Decken. Der Himmel reißt auf und in der absoluten Dunkelheit kommt eine Vielzahl von Sternen zum Vorschein. Das ist Camperurlaub wie wir uns ihn vorgestellt haben. Wir freuen uns auf die weiteren drei Wochen im Camper.

Unser Stellplatz am späten Abend.

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